Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuem Programm trotz Spritpreis-Sorgen
Delia CasparVerhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuem Programm trotz Spritpreis-Sorgen
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz Sorgen über steigende Spritpreise
Trotz Bedenken wegen der stark gestiegenen Kraftstoffkosten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine lebhafte Saison. Mehrere bedeutende Standorte wie Hohenfelden, Kloster Veßra und Rudolstadt öffnen in den kommenden Wochen mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen wieder ihre Pforten. Gleichzeitig bereiten die hohen Benzin- und Dieselpreise den Verantwortlichen Kopfzerbrechen, da sie befürchten, dass die Besucherzahlen in der Region zurückgehen könnten.
Das Hennebergische Museum Kloster Veßra ist bereits seit dem 1. März geöffnet. Besucher können neue Ausstellungen erkunden, während in den ehemaligen Stallungen des Klosters nun Bildungsworkshops und Sonderveranstaltungen stattfinden. Später im Jahr stehen das Museumsfest, ein Gartenmarkt sowie Klosterklang, ein Festival für elektronische Musik, auf dem Programm.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte seiner Art in Thüringen, empfängt ab dem 28. März wieder Gäste auf seinem Hauptgelände. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Um die Anreise zu erleichtern, wird ab Ostern ein Wochenend-Busshuttle von Erfurt aus eingerichtet.
In Rudolstadt öffnen die Thüringer Bauernhäuser nach Modernisierungsarbeiten am 1. April wieder ihre Türen. Geplant sind unter anderem das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheater sowie die Konzertreihe Rudolstädter Sommer. Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag, der Schäfertag und der erweiterte Thüringer Käsemarkt kehren ebenfalls zurück.
Auch die Funkenburg in Westgreußen wird trotz jüngster finanzieller Schwierigkeiten wie gewohnt zu Ostern öffnen. Die Besucher erwarten eine Oster-Eiersuche und ein Café, später folgen eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit sowie das Funkenburg-Festival.
Seit Beginn des Iran-Konflikts Anfang 2026 sind die Spritpreise stark angestiegen. Mitte März kostete Diesel im Schnitt 2,29 Euro pro Liter – ein Plus von 54,5 Cent, während der Preis für E10-Benzin auf 2,08 Euro kletterte, ein Anstieg um 30,8 Cent. Die Bundesregierung macht mögliche Preisabsprachen der Mineralölkonzerne für die Entwicklung verantwortlich und plant schärfere Kartellgesetze, darunter eine Mittagsfrist für tägliche Preisanpassungen. Andere EU-Länder wie Italien und Griechenland haben Steuern gesenkt oder Gewinnobergrenzen eingeführt, um die Belastung für Verbraucher zu verringern.
Thüringens Museen bereiten sich auf ein volles Programm mit Veranstaltungen und neuen Einrichtungen vor. Doch die steigenden Spritkosten könnten sich auf die Besucherzahlen auswirken, da viele Gäste auf individuelle Anreisen angewiesen sind. Die kulturellen Angebote der Region werden dennoch wie geplant stattfinden – und mit zusätzlichen Verkehrsangeboten soll die Anreise für Besucher ohne Auto erleichtert werden.






