"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollschuhen, Rollstühlen und rasantem Tempo
Juliane Sontag"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollschuhen, Rollstühlen und rasantem Tempo
Eine mutige neue Tanzperformance stellt Vorstellungen von Bewegung und Tempo infrage.„The Wheelie Show“ verbindet Rollschuhe, Rollstühle und Alltagsgegenstände, um das unerbittliche Tempo des modernen Lebens zu erkunden. Die über sechs Monate entwickelte Produktion bringt Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen in einer energiegeladenen, zum Nachdenken anregenden Show zusammen.
Die Idee zur Aufführung entstand aus „Rolling Good Times“, einem Tanzkurs unter der Leitung der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Ihre Zusammenarbeit mündete in eine Performance, die Einflüsse aus Eishockey, Cheerleading und Motorsport vereint. Die Hälfte des Ensembles gleitet auf Rollschuhen dahin, die andere Hälfte agiert in Rollstühlen – ein dynamischer Kontrast.
Die Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren und unterstreichen so das Thema Geschwindigkeit. Rollende Requisiten wie Koffer, Tretroller und Skateboards steigern das Spektakel. Ein besonderer Höhepunkt zeigt Rollschuhfahrer:innen, die waghalsige Hebefiguren auf Rollstühlen balancieren.
Die Performance wechselt zwischen ruhigen und chaotischen Abschnitten – wie eine bunte Revue. Diese Übergänge spiegeln die Rhythmen des Alltags wider und fragen: Wann machen Menschen wirklich halt? Die Tänzer:innen haben die Choreografie selbst mitgestaltet und ihre persönlichen Erfahrungen in jede Bewegung einfließen lassen.
Sechs Monate dauerte die Probenphase, in der die komplexe Choreografie verfeinert wurde. Herausgekommen ist eine nahtlose Verbindung von Athletik und Erzählkunst, bei der jeder Gegenstand und jede Geste Bedeutung trägt. „The Wheelie Show“ sprengt Grenzen durch die Verbindung von Barrierefreiheit und Spektakel. Mit Rollstühlen, Rollschuhen und sportinspirierten Routinen bietet die Produktion einen frischen Blick auf Bewegung und Inklusion. Die Aufführung hinterlässt beim Publikum die Frage, wie Geschwindigkeit unser Leben prägt – und manchmal auch durcheinanderbringt.






