SWEG plant radikale Busnetz-Reform – 500 Jobs in Gefahr und Tarifrechte bedroht
Juliane SontagSWEG plant radikale Busnetz-Reform – 500 Jobs in Gefahr und Tarifrechte bedroht
Verkehrsbetrieb SWEG plant umfangreiche Umstrukturierung seiner Busdienste
Der öffentliche Verkehrsbetreiber SWEG steht vor tiefgreifenden Veränderungen in seinem Busnetz. Im Zuge der Restrukturierung könnten rund 500 Mitarbeiter der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH ihren Arbeitsplatz verlieren. Die Pläne haben bei der Gewerkschaft Ver.di Besorgnis über die Zukunft der Arbeitnehmerrechte und die Jobsecurity ausgelöst.
SWEG beabsichtigt, Mitarbeiter bei mehreren Busbetrieben zu entlassen und die Geschäfte auf neu gegründete Tochtergesellschaften zu übertragen. Betroffen von den Plänen sind unter anderem Standorte in Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg. Die Änderungen in Weil am Rhein sollen noch vor Jahresende in Kraft treten.
Durch die Neuordnung drohen Busfahrern der Verlust tariflicher Regelungen, darunter betriebliche Altersvorsorgeleistungen. Von Entlassungen betroffene Beschäftigte könnten gezwungen sein, sich auf Stellen in den neu geschaffenen Unternehmen neu zu bewerben. Ver.di warnt, dass aktive Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungsverfahren benachteiligt werden könnten.
Die Gewerkschaft fordert einen Sozialplan mit Tarifbindung sowie ein Übergangsentgeltabkommen, um die Beschäftigten während der Umstrukturierung abzusichern. Da bisher keine entsprechenden Vereinbarungen kollektiv ausgehandelt wurden, gelten für diese Forderungen derzeit keine Friedenspflichten. Zudem bestehen Risiken für eine Verringerung oder sogar Schließung bestehender Betriebsstätten.
Von der geplanten Restrukturierung könnten etwa 500 Mitarbeiter betroffen sein, zudem drohen Einschränkungen bei tariflichen Rechte. SWEGs Vorhaben umfassen die Verlegung von Geschäftsbereichen in neue Tochtergesellschaften – mit möglichen Arbeitsplatzverlusten und Veränderungen der Beschäftigungsbedingungen. Ver.di setzt sich weiterhin für Schutzmaßnahmen ein, um die betroffenen Arbeitnehmer zu unterstützen.






