10 June 2026, 18:51

SPD-Spitzenkandidat Krach fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche ab 300.000 Euro

Krach schlägt 'Zukunftssolidaritätssteuer' vor

SPD-Spitzenkandidat Krach fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche ab 300.000 Euro

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat eine neue Solidaritätsabgabe für Spitzenverdiener vorgeschlagen. Der Plan sieht eine Steuer von fünf Prozent auf Einkommen über 300.000 Euro vor – bei verheirateten Paaren ab 500.000 Euro. In einem aktuellen Interview mit dem Spiegel erläuterte er seine Idee.

Die als „Zukunfts-Solidaritätssteuer“ bezeichnete Abgabe soll bis 2030 gelten. Sämtliche Einnahmen fließen direkt in Bildungs- und Familienförderprogramme. Krach sieht darin einen Weg, die wachsende Ungleichheit in Deutschland zu bekämpfen, wo die Zahl der Superreichen weiterhin steigt.

Gleichzeitig kritisierte er geplante Sparmaßnahmen, die besonders schutzbedürftige Gruppen treffen würden – darunter Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende. Krach forderte die SPD auf, solche Kürzungen abzulehnen und stattdessen die Stärken einer handlungsfähigen Sozialdemokratie zu beweisen.

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Ziel der geplanten Steuer ist es, Spielraum für breitere Steuerentlastungen zu schaffen. Krach ist überzeugt, dass dies die öffentliche Unterstützung für anstehende Sozialreformen erhöhen könnte. Die Abgabe würde ausschließlich Spitzenverdiener belasten und gezielt öffentliche Leistungen finanzieren. Ihre Einführung hängt jedoch von der politischen Zustimmung und der Durchsetzungskraft der SPD ab. Das Vorhaben soll vor allem denen entlastend entgegenkommen, die unter den wirtschaftlichen Herausforderungen am stärksten leiden.

Quelle