Schweiz und EU besiegeln historischen Durchbruch nach jahrelangen Verhandlungen
Juliane SontagSchweiz und EU besiegeln historischen Durchbruch nach jahrelangen Verhandlungen
Die Schweiz und die EU haben nach Jahren zäher Verhandlungen einen Wendepunkt in ihren Beziehungen erreicht. Der inhaltliche Abschluss der Gespräche eröffnet ein neues Kapitel, das Stabilität und langfristige Zusammenarbeit verspricht. Grenzüberschreitende Regionen wie Basel-Stadt, Aargau und Baden-Württemberg setzen sich seit Langem für engere Bindungen ein und betonen deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung.
Die Kantone Basel-Stadt und Aargau sowie das Bundesland Baden-Württemberg pflegen seit Jahren eine enge und vertrauensvolle grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Diese Regionen fordern immer wieder eine solide und dauerhafte Beziehung zwischen der Schweiz und der EU. Ihre gemeinsamen Werte und Ziele gehen weit über reine Nachbarschaftsbeziehungen hinaus – insbesondere in den Bereichen Forschung, Handel und gesellschaftlicher Austausch.
Der Durchbruch gelang mit der vollständigen Wiederassoziierung der Schweiz an das EU-Forschungsprogramm Horizon Europe zum 1. Januar 2025. Ein am 10. November 2024 unterzeichnetes Programmabkommen ermöglichte Schweizer Forschenden wieder den Zugang zu EU-Forschungsgeldern, einschließlich der Programme Euratom und Digitales Europa. Dieser Erfolg wurde später durch das umfassendere Bilaterale-III-Paket dauerhaft verankert, das am 2. März 2026 unterzeichnet wurde und zudem neue Abkommen zu Strom, Lebensmittelsicherheit und Gesundheit umfasst.
Vor dem ersten Präsidiumstreffen der Deutsch-Französisch-Schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK) im Jahr 2025 betonte der Basler Regierungspräsident Dr. Conradin Cramer die Fortschritte. Er begrüßte die Rückkehr der Schweiz zu Horizon Europe und kündigte an, in den kommenden Monaten für eine breitere parlamentarische und öffentliche Unterstützung zu werben. Die Kantone und Baden-Württemberg wollen gemeinsam daran arbeiten, die Meinungsbildung zu den Verhandlungsergebnissen und deren politische Umsetzung zu prägen.
Ziel bleibt ein ausgewogenes Gesamtpaket, das die Schweizer Bevölkerung überzeugt. Die neuen Abkommen sollen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbindungen stärken und gleichzeitig langfristige Stabilität in den Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU sichern.
Die erneute Teilnahme der Schweiz an Horizon Europe und die Bilateralen-III-Abkommen markieren konkrete Schritte in der EU-Annäherung. Die grenzüberschreitenden Regionen werden sich weiterhin in Parlament und Öffentlichkeit für diese Veränderungen einsetzen. Ihr Engagement gilt der Sicherung einer breiten Unterstützung für eine stabile und kooperative Zukunft mit der EU.






