Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Cetin GeißlerRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, ein bekannter Hersteller von Hochleistungs-Autositzen, hat Insolvenz angemeldet. Das in Kirchheim unter Teck ansässige Unternehmen produziert Sitze für Fahrzeuge wie den Ford Mustang Dark Horse. Die Belegschaft erfuhr erst nach der Antragstellung von der Entscheidung.
Ursprünglich gehörte das Unternehmen zu Johnson Controls, das Recaro Automotive 2011 übernommen hatte. Fünf Jahre später gliederte sich Johnson Controls um und firmierte als Adient. 2020 verkaufte Adient die Sparte schließlich an Raven Acquisitions, LLC.
Recaro Automotive betreibt ein Werk mit 215 Beschäftigten. Die über das Amtsgericht Esslingen eingereichte Insolvenz betrifft ausschließlich diesen Geschäftsbereich – andere Teile der Recaro-Gruppe bleiben davon unberührt.
Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun alle möglichen Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Ziel ist eine langfristige Lösung, um den Standort zu sichern und die Beschäftigung der Mitarbeiter zu gewährleisten.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird nun über die Zukunft des Unternehmens entschieden. IG Metall und weitere Beteiligte setzen sich dafür ein, alle Optionen auszuschöpfen, bevor über Stellenabbau entschieden wird. Das Ergebnis hängt von Verhandlungen und potenziellen neuen Investoren ab.






