14 June 2026, 08:26

Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und warnt vor wachsendem Extremismus

Toleranzfest in Potsdam - Minister fördert Offenheit

Potsdams Toleranzfest feiert Vielfalt und warnt vor wachsendem Extremismus

Potsdam feiert zum fünften Mal das Toleranzfest – ein Zeichen für Offenheit und Vielfalt

In Potsdam fand kürzlich zum fünften Mal das Toleranzfest statt, das sich für Weltoffenheit und gesellschaftliche Vielfalt einsetzt. Mit Sport, Spielen, Musik und kulturellen Angeboten lenkte die Veranstaltung den Blick auf die lange Tradition der Stadt als Ort der Toleranz. Brandenburgs Kulturministerin sowie lokale Verantwortungsträger nutzten die Gelegenheit, um gegen den wachsenden Extremismus zu Stellung zu nehmen.

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Ausgerichtet wurde das Fest vom Verein Neues Potsdamer Toleranzedikt, dem Sportverein SV Babelsberg 03, dem Oberlinhaus und Christoph Miethke. Es knüpft an eine historische Linie an, die bis ins Jahr 1685 zurückreicht: Damals erließ Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das Edikt von Potsdam, das französischen Hugenotten die Ansiedlung in der Region ermöglichte und so zum Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg beitrug.

2008 verabschiedete die Stadt das Neue Potsdamer Toleranzedikt als moderne Erklärung für Weltoffenheit. Beim diesjährigen Fest warnte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) vor den zunehmenden Gefahren für eine offene Gesellschaft. Sie verwies auf Ausgrenzung, extremistische Haltungen und rassistische Übergriffe, die an Fahrt aufnähmen. Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) bekräftigte ihre Unterstützung und würdigte alle, die sich für Toleranz, Demokratie und eine Stadt für alle einsetzen. Zuvor hatte sie über einen Instagram-Beitrag zur Teilnahme am Fest aufgerufen.

Das Toleranzfest brachte Initiativen und Verantwortliche zusammen, um die Werte der Stadt zu unterstreichen. Die Veranstaltung betonte, wie wichtig der Widerstand gegen Extremismus und der Schutz einer inklusiven Gesellschaft sind. Organisatoren und Politiker hoben hervor, dass Toleranz auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat.

Quelle