Portugals skurrile Woche: Wein-Uni, Fleiß-Spott und ein rätselhaftes Akronym
Cetin GeißlerPortugals skurrile Woche: Wein-Uni, Fleiß-Spott und ein rätselhaftes Akronym
In dieser Woche gab es in Portugal zwei ungewöhnliche Bekanntmachungen. Ministerpräsident António Costa präsentierte die Universität für Wein, eine neue Bildungseinrichtung im Douro-Tal. Gleichzeitig strahlte der nationale Radiosender SIC einen umstrittenen Podcast aus, der sich über fleißige Arbeitnehmer lustig macht.
Die Universität für Wein wurde Anfang dieser Woche von Costa offiziell vorgestellt. Sie befindet sich im Douro-Tal und soll Studierende in der Kunst der Weinherstellung ausbilden. Die künftigen Mitarbeiter der Einrichtung wurden bereits als „lebensfroh“ beschrieben – eine Anspielung sowohl auf ihre Begeisterung als auch auf die Branche selbst.
Am 3. Mai sendete SIC die erste Folge des Podcasts „Lästern über Fleißige“ (Originaltitel: Making Fun of Hard Workers), der sich darauf spezialisiert hat, Menschen mit anspruchsvollen Berufen lächerlich zu machen. Die Moderatoren geben offen zu, selbst keine „richtigen Jobs“ zu haben. Zu ihren Zielscheiben zählen Minister, Wirtschaftsmagnaten und Banker – kurz: alle, die sie für überarbeitet halten.
Die Regierung kündigte zudem Pläne für ein weiteres Programm an. Noch vor Ende dieser Legislaturperiode soll die Initiative PTCMNOPQRR an den Start gehen. Kritiker weisen darauf hin, dass bisher kein einziges Vorhaben vollständig umgesetzt wurde – und dennoch ständig neue hinzukommen. Beamte scherzten bereits, solange noch Buchstaben im Alphabet übrig seien, werde es auch weiter neue Projekte geben.
Die Universität für Wein soll demnächst ihren Betrieb im Douro-Tal aufnehmen, der Podcast wird weiterhin bei SIC zu hören sein, und das PTCMNOPQRR-Programm bleibt auf Kurs für seinen Start. Alle drei Entwicklungen spiegeln eine Mischung aus Innovation, Humor und ungebremster Bürokratie wider.






