25 April 2026, 02:28

Philipp Amthor fordert CDU zu klarer feministischen Haltung auf – trotz eigener Widersprüche

Gruppe von Menschen mit einer Transparent haltend, auf dem "Kein Feminismus ohne Trans-Frauen" steht und Schilder in öffentlichem Raum mit einer Wand und Rollladen im Hintergrund.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarer feministischen Haltung auf – trotz eigener Widersprüche

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der feministischen Politik eine deutlichere Position zu beziehen. Er warnte davor, die Gleichstellung der Geschlechter allein linken Gruppen zu überlassen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der er auf die anhaltenden Herausforderungen für Frauen in Politik und Gesellschaft hinweist.

Amthor argumentierte, Frauen würden häufiger wegen ihres Äußeren unfair beurteilt, während Männer vor allem nach ihren Argumenten bewertet würden. Er forderte ein größeres Bewusstsein für dieses Problem und rief mehr Männer dazu auf, sich dagegen auszusprechen. In seinen Stellungnahmen verteidigte er zudem die bisher erreichten Fortschritte in der Gleichstellungspolitik – insbesondere gegen die rechtspopulistische AfD.

In der Vergangenheit hatte Amthor sich jedoch gegen mehrere feministische Forderungen gestellt. So lehnte er 2019 einen Vorschlag für eine paritätische Besetzung von Parteilisten mit Frauen und Männern als "verfassungswidrig" ab. Zudem unterstützt er weiterhin das strafrechtliche Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen sowie das Werbeverbot für Abbruchdienstleistungen. Erst 2023 setzte er sich für ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden ein.

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Trotz dieser Haltungen betont Amthor, die CDU und ihre Bundestagsfraktion hätten in Sachen Gleichstellung bereits eine klare Linie. Man brauche dazu keine "Anleitung" von linken Parteien, so der Politiker.

Sein Appell an die CDU, sich stärker mit feministischen Themen auseinanderzusetzen, steht damit im Kontrast zu seiner bisherigen Ablehnung bestimmter feministischer Forderungen. In seinen jüngsten Aussagen unterstreicht er die Notwendigkeit, errungene Fortschritte zu verteidigen, während gleichzeitig bestehende Ungleichheiten angegangen werden müssen. Die Debatte über Gleichstellungspolitik innerhalb der Partei dürfte damit weitergehen.

Quelle