Pfeffenhausen wird zum Wasserstoff-Hub mit 84 Millionen Euro Förderung
Delia CasparPfeffenhausen wird zum Wasserstoff-Hub mit 84 Millionen Euro Förderung
Das Wasserstoff-Technologie- und Anwendungszentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen erhält massive finanzielle Unterstützung von Bund und Land. Wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder am 10. Februar 2026 bekannt gab, fließen 54 Millionen Euro aus Bundesmitteln in das Projekt. Die bayerische Landesregierung steuert zusätzlich bis zu 30 Millionen Euro bei.
Das WTAZ war bereits im September 2021 als einer von vier nationalen Standorten für Wasserstoffinnovationen ausgewählt worden. Schwerpunkte liegen auf Wasserstoffantrieben, Betankungstechnologien sowie Prüf- und Testdienstleistungen – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Von den Gesamtmitteln entfallen 22 Millionen Euro auf zwei Unternehmensverbünde, die eine wasserstofftaugliche Testhalle und eine Verflüssigungsanlage errichten. Weitere 32 Millionen Euro sind für drei regionale Hochschulen vorgesehen, die in der Halle eigene Forschungs- und Testlabore einrichten. Die Wasserstoffversorgung des Testzentrums übernimmt ein Fünf-Megawatt-Elektrolyseur der Hy2B Wasserstoff GmbH.
Noch in diesem Jahr will Pfeffenhausen mit der Vermarktung gewerblicher Grundstücke rund um das WTAZ beginnen. Zudem bleiben weitere Fördermöglichkeiten offen: Im Bundeshaushalt sind noch 72,5 Millionen Euro für zusätzliche WTAZ-Projekte reserviert.
Die gemeinsamen Investitionen von Bund und Land in Höhe von 84 Millionen Euro werden die Wasserstoffforschung und -entwicklung in Bayern beschleunigen. Das WTAZ soll sich zu einem zentralen Knotenpunkt für Tests, Zertifizierungen und unternehmerische Innovationen in der Wasserstoffbranche entwickeln. Zudem können weiterhin Anträge auf zusätzliche Mittel gestellt werden, um die Kapazitäten des Zentrums auszubauen.






