12 June 2026, 12:21

PCK-Raffinerie sucht nach Alternativen: Wie Brandenburg die Treibstoffversorgung sichert

Minister: Polen unterstützt PCK-Raffinerie

PCK-Raffinerie sucht nach Alternativen: Wie Brandenburg die Treibstoffversorgung sichert

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement hat erklärt, dass die Bemühungen zur Sicherung der Produktion in der PCK-Raffinerie gut vorankommen. Die Anlage, die weite Teile Nordostdeutschlands und Berlins mit Treibstoff versorgt, steht seit Mai vor Unsicherheiten, nachdem Russland die Lieferungen von kasachischem Rohöl eingestellt hatte. Diese Lieferungen machten zuvor etwa 20 Prozent der in der Raffinerie verarbeiteten Rohölmenge aus.

Russland hatte im Mai den Transit von kasachischem Öl durch die Druschba-Pipeline gestoppt. Trotz dieser Unterbrechung konnte die PCK-Raffinerie im selben Monat noch 82 Prozent ihrer Kapazität aufrechterhalten – gestützt auf bestehende Reserven. Unklar bleibt, wie lange die Versorgungsstörung anhalten wird.

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Derzeit werden alternative Bezugsquellen diskutiert. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, mehr Öl über den Hafen von Danzig umzuleiten. Allerdings haben die Verhandlungen zwischen der deutschen Bundesregierung und Polen bisher noch keine Lösung gebracht. Polen hat zwar Hilfsbereitschaft signalisiert, zögert jedoch, in direkte Gespräche mit Rosneft Deutschland einzutreten.

Die PCK-Raffinerie befindet sich zu 54 Prozent im Besitz deutscher Tochtergesellschaften von Rosneft, die aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine derzeit unter BundesTreuhandschaft stehen. Diese Eigentumsstruktur erschwert die laufenden Diskussionen zusätzlich.

Die Raffinerie arbeitet weiterhin und lotet neue Versorgungsoptionen aus. Die deutsche Regierung und die polnischen Behörden bleiben in Gesprächen, um eine Lösung zu finden. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie stabil die Treibstoffversorgung für Nordostdeutschland und Berlin bleibt.

Quelle