Paris feiert Versace: Eine spektakuläre Retrospektive ohne das berühmte Sicherheitsnadel-Kleid
Juliane SontagParis feiert Versace: Eine spektakuläre Retrospektive ohne das berühmte Sicherheitsnadel-Kleid
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive eröffnet im Musée Maillol in Paris
Vom 3. Juli bis zum 6. September 2020 zeigt das Musée Maillol in der Pariser Rue de Grenelle die erste Modusstellung seiner Geschichte. Die Ausstellung verspricht ein immersives Erlebnis – doch ein ikonisches Stück wird auffällig fehlen.
Mit fast 450 Exponaten, darunter Schmuck, Wohnaccessoires und seltene Videointerviews, bietet die Schau einen umfassenden Einblick in Versaces Werk. Rund 100 Outfits sind zu sehen, darunter Kreationen, die einst von Lady Diana, Elton John und Madonna getragen wurden. Die Präsentation folgt thematischen Abschnitten statt einer strengen Chronologie.
Besucher betreten eine Rekonstruktion von Versaces Mailänder Atelier, gefüllt mit leuchtenden, schimmernden Stoffen. Dieses Element erinnert an frühere Ausstellungen, doch Kurator Karl von der Ahé bestätigt: Das berühmte Sicherheitsnadel-Kleid, das Elizabeth Hurley berühmt machte, bleibt abwesend. Der Ausstellungsmacher Dreamrealizer, bekannt für die makellose Erhaltung von Kleidungsstücken, verzichtet vollständig auf Vitrinen.
Trotz ihres Umfangs steht die Schau in keiner offiziellen Verbindung zu Gianni Versace Srl oder der Familie Versace. Stattdessen stützt sie sich auf private Sammlungen und Archivmaterialien, um das kühne ästhetische Erbe des Designers zu feiern.
Das Mode-Debüt des Musée Maillol läuft etwas mehr als zwei Monate. Ohne das Hurley-Kleid rückt der Fokus auf weniger bekannte Werke und von Prominenten getragene Stücke. Die Tickets gehen mit Annäherung des Eröffnungstermins am 3. Juli in den Verkauf.






