Panter-Preis 2026 ehrt mutige Medienmacher aus der Grassroots-Szene
Der Panter-Preis 2026 steht unter dem Motto Unabhängig. Kritisch. Widerständig. und würdigt grassroots-mediale Initiativen. Neun unabhängige Medienprojekte aus ganz Deutschland sind für ihre Arbeit in den Bereichen Lokaljournalismus, Bildung und Gemeinschaftsrundfunk nominiert. Die Preisträger werden im Herbst 2026 bei einer feierlichen Verleihung in Hamburg bekannt gegeben.
Die nominierten Projekte spiegeln die Vielfalt unabhängiger Medien wider. Dazu gehört Radio CORAX, ein basisdemokratischer Freier Rundfunk, der seit dem 1. Juli 2000 aus Halle sendet. Ebenfalls seit Jahrzehnten aktiv ist der lichtblick, Deutschlands einzige unzensierte Gefangenenzeitung, die seit 1968 erscheint.
Weitere Nominierte sind RUMS, ein Münsteraner Lokalmedium, das mehrwöchentlich einen Newsletter herausgibt, sowie Radio Connection, ein mobiles Radiostudio in Berlin-Marzahn mit wöchentlichen mehrsprachigen Sendungen. Auch Berndt Media Publishing ist dabei – bekannt für seine kostenlosen Kultur- und Kinomagazine im Rhein- und Ruhrgebiet.
Medienbildung und studentischer Journalismus werden ebenfalls gewürdigt: nah:dran – Medien für alle bietet Workshops für Kinder und Jugendliche in benachteiligten Stadtteilen an, während die 1989 gegründete Studentenzeitung UnAufgefordert weiterhin alle zwei Monate in Print und Online erscheint.
Die öffentliche Abstimmung für den Publikumspreis läuft vom 8. bis 27. Juni 2026. Die Auszeichnung der Gewinner findet am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr im Museum der Arbeit in Hamburg statt.
Der Panter-Preis 2026 zeigt die Bandbreite der unabhängigen Medienlandschaft in Deutschland – von Gefangenenjournalismus bis zu mobilen Radiostudios. Die Shortlist steht für das anhaltende Engagement, kritische und gemeinwohlorientierte Berichterstattung zu fördern. Bei der Preisverleihung im Oktober werden diese Projekte einem größeren Publikum präsentiert.






