13 June 2026, 00:28

Oliver Reese kämpft gegen Kulturkürzungen vor Berliner Abgeordnetenhauswahl

Welche Richtung für die Kultur?

Oliver Reese kämpft gegen Kulturkürzungen vor Berliner Abgeordnetenhauswahl

Intendant Oliver Reese vom Berliner Ensemble positioniert sich gegen die jüngsten Kürzungen im Kulturbereich. Er bezeichnete die Entscheidungen als verfehlt und wies auf die drohende Schließung des Atelierhauses in der Wilsnacker Straße hin. Seine Kritik ist Teil einer breiteren Initiative, die Kultur zu einem zentralen Thema im Wahlkampf für die anstehende Berliner Abgeordnetenhauswahl machen will.

Die Kampagne „Berlin ist Kultur“ hat eine Aktionswoche gestartet, um Einfluss auf die Wahl zu nehmen. Ziel ist es, den Slogan „#deinstimmefürkultur“ in jeder Kultureinrichtung der Stadt zu verbreiten. Die Initiative veröffentlichte zudem die „Berliner Erklärung“, in der sie mindestens drei Prozent des Landeshaushalts für Kultur sowie verlässlichere Förderstrukturen fordert.

Reese berichtete von einem prägenden Erlebnis: Mit 14 Jahren besuchte er in Paderborn ein Theater, das sein Leben veränderte und seine Leidenschaft für die Künste weckte. Unterdessen haben Kultureinrichtungen „Wahl-Prüfsteine“ für Kandidat:innen entwickelt, darunter die Initiative „Kunstbildung stärken!“.

Bei einer kürzlichen Veranstaltung waren jedoch nur wenige Politiker:innen anwesend. Darunter Katharina Marg, Bezirksverordnete der Linken, sowie Ronja Losert und Bertram von Boxberg, die beiden Vorsitzenden der Grünen. Auch Tom Streidel, Tischler am Maxim-Gorki-Theater, kam zu Wort und warnte, dass Änderungen in der Mietenpolitik die Zukunft des Theaters gefährden könnten.

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Die Bemühungen der Initiative zielen darauf ab, kulturopolitische Themen in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken. Die „Berliner Erklärung“ und die Aktionswoche zeigen: Die Forderung nach besserer Förderung der Künste wird lauter. Ohne stärkere Zusagen könnten Einrichtungen wie das Atelierhaus oder das Maxim-Gorki-Theater weiter in der Unsicherheit hängen.

Quelle