07 June 2026, 22:24

NKR will Bauvorschriften lockern – soll das Wohnen günstiger machen?

Normenkontrollrat fordert Begrenzung von DIN-Standards im Wohnungsbau

NKR will Bauvorschriften lockern – soll das Wohnen günstiger machen?

Deutschlands Nationaler Normenkontrollrat (NKR) schlägt weitreichende Änderungen der Bauvorschriften vor, um die Baukosten zu senken und die Wohnungsnot zu lindern. Die Behörde argumentiert, dass vereinfachte Regelungen Wohnraum erschwinglicher machen könnten, ohne dabei Sicherheit und Gesundheitsschutz zu gefährden.

Im Mittelpunkt der NKR-Empfehlungen steht das geplante Gebäudetyp-E-Gesetz, das Bauvorschriften straffen soll. NKR-Präsident Lutz Goebel fordert eine umfassende Überprüfung der aktuellen Standards und schlägt vor, nicht essenzielle Anforderungen abzusenken oder ganz zu streichen. Sein Vorschlag umfasst eine gestufte Anwendung der DIN-Normen, sodass Bauträger zwischen Grund-, Mittel- und Premium-Standards wählen können.

Bundesbauministerin Verena Hubertz und ihre Kollegin Stefanie Hubig haben bereits zentrale Punkte für den neuen Gebäudetyp-E-Vertrag skizziert. Der NKR plädiert nun dafür, die „Grundausführung“ als Standardoption festzulegen, während höherwertige Ausstattungen als optionale Aufpreispakete angeboten werden sollen. Dies würde nach Ansicht des Rates unnötige Kosten sparen, ohne notwendige Schutzstandards zu vernachlässigen.

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Das Bundesjustizministerium wird voraussichtlich in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das Gebäudetyp-E-Gesetz vorlegen. Die NKR-Empfehlungen sollen die Ausgestaltung des Gesetzes prägen und einen Ausgleich zwischen Kosteneinsparungen und unverzichtbaren Sicherheitsvorgaben schaffen.

Falls die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie die Baukosten senken und das Wohnungsangebot erhöhen. Der Entwurf des Justizministeriums wird zeigen, wie die Änderungen konkret ausgestaltet werden. Bauträger könnten künftig mehr Flexibilität bei der Wahl der Baustandards erhalten – sofern das neue Gesetz in Kraft tritt.

Quelle