Niedersachsen will bis 2025 komplett auf Ökostrom setzen – doch Bundespläne drohen die Wende zu bremsen
Juliane SontagNiedersachsen will bis 2025 komplett auf Ökostrom setzen – doch Bundespläne drohen die Wende zu bremsen
Niedersachsen strebt bis 2025 vollständige Deckung seines Strombedarfs durch Erneuerbare an
Das Land hat bereits erhebliche Fortschritte gemacht: Mit Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und einem deutlichen Ausbau der Solarstromkapazitäten auf rund 10,5 Gigawatt setzt Niedersachsen seine ehrgeizigen Klimaziele konsequent um.
Wie Umweltminister Christian Meyer am Mittwoch mitteilte, erreichten die energiebedingten CO₂-Emissionen des Landes 2023 einen historischen Tiefstand. Mit 51,6 Millionen Tonnen lagen sie 9,6 Prozent unter dem Vorjahreswert und sogar 32,9 Prozent niedriger als 1990. Allerdings enthielt der ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte Jahresbericht des Landesrechnungshofs diese aktuellen Emissionsdaten nicht.
Der Rechnungshof forderte in seinem Bericht nachdrücklich wirksamere Klimaschutzmaßnahmen. Gleichzeitig hob er das Potenzial des SALCOS-Projekts der Salzgitter AG hervor, das nach vollständiger Umsetzung jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen CO₂ einsparen könnte. Meyer äußerte sich besorgt über geplante Bundespolitik, darunter Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz. Diese könnten Investitionen in den Klimaschutz des Landes verunsichern und bremsen.
Niedersachsen bleibt auf Kurs, bis 2025 die Vorherrschaft Erneuerbarer Energien zu erreichen. Zwar sinken die Emissionen, doch Bundesvorgaben bergen Risiken. Mit dem SALCOS-Vorhaben und dem Ausbau der Ökostromkapazitäten zeigt das Land jedoch, dass es seine Klimaziele entschlossen verfolgt.






