MVV-Chef Müller fordert Tempo bei EEG-Reform für Wind- und Solarausbau
Cetin GeißlerMVV-Chef Müller fordert Tempo bei EEG-Reform für Wind- und Solarausbau
Georg Müller, Vorstandsvorsitzender von MVV Energie, drängt auf schnellere Umsetzung der geplanten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Der Gesetzentwurf, der den Ausbau von Wind- und Solarenergie vorantreiben soll, findet seine ausdrückliche Unterstützung. Müller warnt jedoch, dass Verzögerungen bei der Erweiterung der Erneuerbaren die Energiewende in Deutschland ausbremsen könnten.
Das EEG wurde vor 20 Jahren eingeführt, um Ökostrom durch garantierte Festpreise für Erzeuger zu fördern. Nun hat das Wirtschaftsministerium Änderungen vorgelegt, die den Ausbau der Windkraft an Land beschleunigen sollen. Müller sieht darin einen entscheidenden Schritt, betont aber, dass die Zeit drängt.
Er befürwortet zentrale Maßnahmen des Entwurfs, darunter die Aufhebung von Ausbaugrenzen in Norddeutschland. Ein weiterer Vorschlag, eine "Südquote" für Bayern und Baden-Württemberg, soll die Verteilung der Erneuerbaren Energien ausgleichen. Zudem unterstützt Müller höhere Ausschreibungsvolumen für neue Windparks – ein notwendiger Schritt, um die Klimaziele zu erreichen.
Die Solarenergie verzeichnet dank sinkender Kosten ein rasantes Wachstum. Müller begrüßt die neuen Regelungen zu Mieterstrom und schlägt vor, Solaranlagen auf Neubauten verpflichtend vorzuschreiben sowie brachliegende Agrarflächen für Photovoltaikprojekte zu nutzen. Gleichzeitig warnt er davor, dass Diskussionen über die Flächennutzung die EEG-Reform verzögern könnten.
MVV Energie, einer der größten Energiekonzerne Deutschlands, beschäftigt rund 6.100 Mitarbeiter und erzielte 2019 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro. Müllers Forderung nach zügiger Umsetzung unterstreicht das Engagement des Unternehmens für den Ausbau der Erneuerbaren.
Die geplante EEG-Reform zielt darauf ab, den Ausbau von Wind- und Solarenergie durch klarere Vorschriften und höhere Ausschreibungsmengen zu beschleunigen. Müllers Unterstützung verdeutlicht die Dringlichkeit der Änderungen – insbesondere bei der Beseitigung regionaler Hürden und der Förderung der Solarnutzung. Werden die Änderungen verabschiedet, könnten sie den Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigern.






