11 June 2026, 08:23

Kulturhaushalt 2027: Kürzungen fallen milder aus als befürchtet

Stabile Finanzierung bedeutet 'einen echten Schnitt' für die Kultur

Kulturhaushalt 2027: Kürzungen fallen milder aus als befürchtet

Vizekanzler Andreas Babler hat bekannt gegeben, dass die befürchteten drastischen Kürzungen im österreichischen Kunst- und Kultursektor abgewendet wurden. Zwar wird das Gesamtbudget des Bereichs reduziert, die Einschnitte fallen jedoch weniger schwer aus als zunächst befürchtet.

Der Kunst- und Kulturhaushalt wird 2027 mit 608,7 Millionen Euro dotiert – ein Rückgang um 21,1 Millionen Euro oder 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb dieses Budgets verringert sich die direkte Förderung für Kunst und Kultur um 13,6 Millionen Euro, von 194,6 Millionen auf 181 Millionen Euro.

Die Bundesmuseen müssen mit einem Rückgang ihres Budgets von 157,2 Millionen auf 151,2 Millionen Euro sowohl 2027 als auch 2028 auskommen. Auch die Mittel für den Denkmalschutz werden leicht gekürzt, von 55 Millionen auf 54 Millionen Euro. Das Programm FISAplus bleibt stabil: 2027 stehen 55 Millionen Euro zur Verfügung, 2028 sind es 53 Millionen Euro.

Das Österreichische Filminstitut (ÖFI) erhält 2027 und 2028 jeweils 37 Millionen Euro – zwei Millionen weniger als noch 2026. Davon stammen 34,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln, weitere 2,5 Millionen Euro fließen in das Programm ÖFI+. Besonders betroffen ist das Sanierungsbudget des Museums für Volkskunde: Hier wird um 11,4 Millionen Euro gekürzt. Die Grundförderung für die Bundestheater bleibt hingegen mit 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre unverändert.

Die Anpassungen zielen auf gezielte Kürzungen in bestimmten Bereichen ab, statt pauschale Einschnitte vorzunehmen. Während einige Einrichtungen weniger Mittel erhalten, bleiben andere wie die Bundestheater oder FISAplus auf dem bisherigen Förderniveau. Insgesamt fallen die Auswirkungen auf den Sektor geringer aus als in früheren Entwürfen vorgesehen.

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