02 May 2026, 04:32

Kostenexplosion im Teilladungsverkehr trotz stagnierender Sendungsmengen

Balkendiagramm mit der Aufschrift "Globaler Containerfrachtindex", das jährliche Frachtmengen mit unterschiedlich hohen Balken zeigt.

Kostenexplosion im Teilladungsverkehr trotz stagnierender Sendungsmengen

Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stagnierender Sendungsmengen

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Die Ausgaben im deutschen Stückgut- und Teilladungsverkehr (LTL) sind weiterhin gestiegen, obwohl die Sendungsvolumina auf dem gleichen Niveau verharren. Aktuelle Zahlen zeigen einen Anstieg der sendungsbezogenen Kosten um 3,4 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2025 – mit den stärksten Zuwächsen bei Personalkosten und Palettenhandling. Branchenexperten warnen, dass interne Effizienzsteigerungen allein nicht ausreichen dürften, um diesen Kostendruck auszugleichen.

Die Sendungsmengen in LTL-Netzen gingen im Jahresvergleich leicht um 0,1 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Umschlagterminals, wodurch die durchschnittliche Anzahl der Sendungen pro Depot um 3,3 Prozent sank. Diese Entwicklung hat zu höheren Kosten pro Sendung beigetragen, obwohl das Gesamtvolumen nahezu unverändert blieb.

Die Betriebskosten kletterten im zweiten Halbjahr 2025 um 4,2 Prozent und machten 33 Prozent der Gesamtausgaben aus. Treiber dieses Anstiegs waren vor allem Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur. Maut- und Spritkosten blieben hingegen stabil und milderten so die Gesamtbelastung der Budgets ab.

Mit einem Anteil von rund 51 Prozent an den sendungsbezogenen Kosten bleiben die Personalkosten der größte Kostentreiber. Hier wurde ein Anstieg um 3,7 Prozent verzeichnet – bedingt unter anderem durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2025. Die Kosten für Palettenhandling stiegen sogar um 6,4 Prozent, angetrieben durch einen Preissprung bei Paletten um 21 Prozent.

Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) betont, dass interne Effizienzmaßnahmen allein künftig nicht mehr ausreichen könnten, um die steigenden Kosten zu kompensieren. Die Branche steht nun vor der Herausforderung, Investitionen und Kostendisiplin in einem Umfeld mit stagnierenden Sendungsmengen in Einklang zu bringen.

Die aktuellen Daten zeigen, dass die LTL-Logistikdienstleister unter wachsendem Kostendruck stehen – sei es bei Personal, Palettenhandling oder Betrieb. Zwar haben stabile Maut- und Spritpreise etwas Entlastung gebracht, doch der Sektor muss nun neue Strategien entwickeln, um die finanzielle Belastung langfristig zu bewältigen. Die Einschätzung des DSLV deutet darauf hin, dass Effizienzsteigerungen allein nicht ausreichen werden, um die Rentabilität nachhaltig zu sichern.

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