Jugendbad Burgfarrnbach in Fürth droht nach 60 Jahren das Aus
Fürths Jugendbad Burgfarrnbach bleibt geschlossene Zukunft ungewiss
Das Jugendbad Burgfarrnbach in Fürth, ein saisonales Freibad speziell für Kinder und Jugendliche, bleibt in diesem Jahr geschlossen. Die Anlage, die seit rund 60 Jahren die Gemeinschaft bereichert hat, steht nun vor einer möglichen endgültigen Schließung – nach Jahren rückläufiger Besucherzahlen und steigender Sanierungskosten.
Über das Schicksal des Bades wird am 10. Juni 2026 entschieden, wenn der Finanz- und Verwaltungsausschuss der Stadt über die Stilllegung berät. Aktuelle Berichte der Infra Fürth verweisen auf schwere Schäden an zentralen Systemen, darunter die Wasseraufbereitungstechnik, Schaltkästen, Umwälzpumpen und Lüftungsgebläse. Viele Ventile und Armaturen sind zudem defekt, und das Becken verlor bereits in der letzten Saison große Wassermengen – die Reparatur dieser Schäden könnte bis zu 50.000 Euro kosten.
Eine Wiedereröffnung würde mindestens 165.000 Euro erfordern, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben. Die Anlage umfasst ein unbeheiztes 8x20-Meter-Becken, eine 1.000 Quadratmeter große Sonn Liegewiese sowie Umkleideräume. Derzeit fehlt jedoch das spezialisierte Personal für Aufsicht, Wasseraufbereitung und Instandhaltung. Ein früher für das Bad zuständiger Mitarbeiter steht nicht mehr zur Verfügung.
Die Besucherzahlen sind drastisch gesunken: 2025 wurden nur noch 275 Gäste gezählt, während die jährlichen Betriebskosten weiterhin im fünfstelligen Bereich liegen. Max Ammon, Fraktionsvorsitzender der CSU im Stadtrat, deutete an, dass eine Wiedereröffnung unwahrscheinlich sei. Zwar erkennt die Verwaltung die soziale Bedeutung des Bades als Treffpunkt an, doch eigne sich die Anlage kaum für regulären Schwimmunterricht.
Eine Schließung würde sechs Jahrzehnte Engagement für die örtliche Jugend beenden. Ohne erhebliche Investitionen und Personal-Lösungen machen die technischen Defizite und die finanzielle Belastung eine Wiedereröffnung kaum realistisch. Die endgültige Entscheidung liegt beim anstehenden Ausschussvotum.






