IG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche und Spitzenverdiener
Juliane SontagIG-BCE-Chef fordert höhere Steuern für Superreiche und Spitzenverdiener
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat eine Reihe von Steuerreformen vorgeschlagen, die sich gezielt an Spitzenverdiener und Superreiche richten. Seine Pläne umfassen eine Anhebung der Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz sowie die Einführung neuer Abgaben auf große Vermögen. Ziel ist es, öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren, ohne kleine und mittlere Unternehmen übermäßig zu belasten.
Vassiliadis schlägt vor, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz von derzeit etwa 70.000 Euro auf rund 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen anzuheben. Gleichzeitig regt er an, den Spitzensteuersatz selbst um zwei bis drei Prozentpunkte zu erhöhen, sodass er über den aktuellen 42 Prozent läge.
Um der Vermögensungleichheit entgegenzuwirken, plant er eine neue Steuer auf Einkommen über 200.000 Euro. Eine zusätzliche Abgabe auf sehr hohe Vermögen soll dazu beitragen, zentrale Bereiche wie Infrastruktur und Landesverteidigung zu finanzieren. Vassiliadis argumentiert, dass solche Investitionen letztlich auch vermögenden Unternehmern zugutekämen, da sie eine stabile Wirtschaft sicherten.
Obwohl er Bedenken von Wirtschaftsverbänden hinsichtlich höherer Steuern auf Betriebsvermögen anerkennt, pocht er auf strengere Erbschaftssteuern. Damit, so seine Überzeugung, ließen sich Schlupflöcher schließen, die es Wohlhabenden ermöglichen, sich ihrer fairen Steuerlast zu entziehen.
Die Vorschläge würden die Steuerlast stärker auf die reichsten Bürger und große Erbschaften verlagern. Bei Umsetzung könnten die Änderungen erhebliche Mittel für öffentliche Projekte freisetzen und die Besteuerung von Spitzenverdienern neu ausrichten. Vassiliadis präsentiert den Plan als Weg, wirtschaftliches Wachstum mit einer gerechteren Verteilung der Steuereinnahmen in Einklang zu bringen.






