Grüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus
Delia CasparGrüne fragen nach Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und Rechtsextremismus
Die Grünen haben eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu möglichen Verbindungen zwischen christlichem Fundamentalismus und rechtsextremen Strömungen eingereicht. Darin wird nach dem Umfang und der Gefahr durch solche Gruppen in Deutschland gefragt. Zudem verlangt die Anfrage Auskunft über Verknüpfungen zwischen christlich-fundamentalistischen Meinungsmachern und rechtsextremen Netzwerken oder Parteien – darunter die AfD.
In der schriftlichen Anfrage werden explizit mehrere christliche Organisationen und Personen genannt, darunter Alliance Defending Freedom International, der jährliche Marsch für das Leben des Bundesverbandes Lebensrecht sowie eine Sekte in Pforzheim, die derzeit beobachtet wird. Ebenfalls erwähnt werden Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider.
Jäger und Riemenschneider haben die Untersuchung öffentlich kritisiert. Sie werfen vor, diese ziele darauf ab, christlich-konservative Positionen zu diskreditieren und staatliche Macht gegen bibeltreue Christen einzusetzen. Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um Online-Inhalte mit Bezug zu christlich motiviertem Extremismus zu löschen.
Das mediale Interesse an dem Thema ist in Deutschland zuletzt gestiegen. Sowohl ARD als auch ZDF haben Dokumentationen ausgestrahlt, in denen konservative Christen in kritischem Licht dargestellt werden.
Die parlamentarische Initiative unterstreicht die Sorge vor extremistischen Verflechtungen in fundamentalistisch-christlichen Kreisen. Gefordert werden Regierungsdaten zu deren Strukturen und möglichen Risiken. Die Grünen drängen zudem auf ein Vorgehen gegen digitale Inhalte, die mit einem solchen Extremismus in Verbindung stehen.






