Grüne attackieren Bas' Steuerpläne: "Kürzungen bei Geringverdienern sind ungerecht"
Juliane SontagGrüne attackieren Bas' Steuerpläne: "Kürzungen bei Geringverdienern sind ungerecht"
Die Grünen haben SPD-Chefin Bärbel Bas für ihre jüngsten Äußerungen zu Steuerreformen scharf kritisiert. Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, verurteilte zudem die Kürzungen der Regierung bei Wohngeld und anderen Unterstützungsleistungen für Geringverdiener.
Bas hatte ihre Position zunächst in der TV-Sendung Miosga dargelegt. Dort schlug sie vor, dass Steuerzahler durch die Reformen jährlich mit mindestens 500 Euro entlastet werden sollten.
Andreas Audretsch konterte mit deutlicher Kritik. Er warf der Regierung vor, bei der Finanzierung der Pläne keine klare Linie zu erkennen. Die Kürzungen beim Wohngeld, bei Alleinerziehenden-Unterstützung, Leistungen für junge Menschen, der BAföG-Reform und der Entlastung pflegender Angehöriger sorgten seiner Ansicht nach für erhebliche Verwerfungen.
Audretsch forderte stattdessen strukturelle Veränderungen im Steuersystem. Die Entlastungen müssten sich seiner Meinung nach auf niedrige und mittlere Einkommen konzentrieren und die Sozialabgaben senken. Gleichzeitig betonte er, dass Superreiche stärker zur Kasse gebeten werden müssten, um mehr Gerechtigkeit zu schaffen.
Der Streit offenbart die Spannungen zwischen den Parteien in der Finanzpolitik. Die Grünen pochen auf transparente Finanzierungskonzepte und eine gerechtere Verteilung der Steuerlast. Die sozialpolitischen Kürzungen der Regierung bleiben ein zentraler Zankapfel.






