Gäubahn endet 2025 nicht mehr am Stuttgarter Hauptbahnhof – Pendler müssen umsteigen
Delia CasparGäubahn endet 2025 nicht mehr am Stuttgarter Hauptbahnhof – Pendler müssen umsteigen
Die Gäubahn, die Stuttgart mit Zürich verbindet, wird ab Mitte 2025 aufgrund der laufenden Bauarbeiten für das Projekt Stuttgart 21 nicht mehr den Stuttgarter Hauptbahnhof erreichen. Die Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte versucht, diese Änderung zu verhindern, scheiterte jedoch vor Gericht, nachdem die Richter ihre Klage abgewiesen hatten.
Die geplante Verkürzung der Gäubahn-Strecke war ursprünglich für das Frühjahr 2026 vorgesehen, doch Verzögerungen bei der Fertigstellung von Stuttgart 21 haben die vollständige Inbetriebnahme – einschließlich der Flughafenanbindung – auf 2027 oder später verschoben. Die DUH argumentierte, die Linie solle den Hauptbahnhof weiterhin bedienen, bis die neue unterirdische Verbindung fertiggestellt sei. Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wiesen die Anträge jedoch ab. Die Gerichte sahen keine rechtliche Grundlage, um die bestehende Genehmigungsentscheidung aufzuheben.
Während der Übergangsphase wird die Gäubahn stattdessen am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen enden. Fahrgäste, die in die Innenstadt wollen, müssen mehrere Jahre lang auf Regionalzüge oder die S-Bahn umsteigen. Konkrete Ersatzlösungen stehen noch nicht fest, doch die allgemeinen Einschränkungen im Stuttgarter Raum ab 2026 deuten darauf hin, dass Halte in Gebieten wie Vaihingen (Enz) und Stuttgart-Vaihingen als vorübergehende Alternativen dienen könnten.
Die gerichtliche Niederlage bedeutet, dass die Gäubahn-Strecke wie geplant verkürzt wird und Pendler vorerst auf alternative Verkehrsmittel angewiesen sein werden. Wie lange die Beeinträchtigungen andauern, bleibt ungewiss – die vollständige Fertigstellung von Stuttgart 21 verzögert sich weiterhin über das ursprüngliche Zieljahr 2025 hinaus.






