Fusionspläne im Neuwieder Fußball: Stadionfrage bleibt ungelöst
In Neuwied haben Stadtvertreter mit lokalen Fußballvereinen über eine mögliche Fusion zwischen Cosmos Koblenz und den beiden Neuwieder Teams VfL Neuwied und Vatanspor Neuwied beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche stand auch die Frage, ob die bestehenden Sporteinrichtungen der Stadt einen Zusammenschluss auf Oberliga-Niveau tragen könnten.
Oberbürgermeister Jan Einig und Bürgermeister Peter Jung trafen sich dazu mit Vertretern des VfL Neuwied und von Vatanspor Neuwied. Ein zentrales Thema war die Eignung des Stadions der SG Neuwied an der Bimsstraße, das möglicherweise nicht vollständig den Oberliga-Anforderungen entspricht. Die Stadt bestätigte, dass die vorhandenen Sportanlagen bereits stark ausgelastet sind und keine zusätzlichen Kapazitäten für neue Mannschaften zur Verfügung stehen.
Auch das Raiffeisen-Stadion wurde als mögliche Alternative geprüft. Zwar erfüllt es nicht die Anforderungen an Platzqualität und Ausstattung, doch notwendige Modernisierungen würden aufgrund von Bauvorschriften Zeit in Anspruch nehmen. Die Verantwortlichen wiesen darauf hin, dass mittelfristige Verbesserungen an der Bimsstraße denkbar seien, kurzfristige Maßnahmen seien jedoch nicht geplant.
Die Stadt betonte, dass sie in die Fusionsentscheidung nicht direkt eingebunden sei, begrüße aber eine fortlaufende Information. Die bestehenden Nutzungsrechte der Vereine bleiben unverändert, und eine Umverteilung der Anlagen ist nicht vorgesehen.
Die Gespräche zeigten die Herausforderungen auf, die mit der Unterbringung eines fusionierten Vereins in der bestehenden Sportinfrastruktur Neuwieds verbunden wären. Eventuelle Stadionaufwertungen erforderten eine sorgfältige Planung – vorerst werden die städtischen Anlagen weiterhin ohne Einschränkungen den aktuellen Vereinen zur Verfügung stehen.






