10 June 2026, 06:42

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Gewalttäter

Leichtere Wurf auf Torwart - Bewährung für Union-Fan

Feuerzeug-Attacke auf Torwart: Sechs Monate Bewährung für Stadion-Gewalttäter

Ein 28-jähriger Mann ist zu einer sechsmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er während eines Bundesliga-Spiels ein Feuerzeug auf einen Torwart geworfen hatte. Der Vorfall ereignete sich am 14. Dezember 2024 im Stadion An der Alten Försterei des 1. FC Union Berlin in Köpenick, wo der Torhüter des VfL Bochum verletzt wurde.

Der Angriff passierte mitten im Spiel zwischen dem 1. FC Union Berlin und dem VfL Bochum. Ein Feuerzeug wurde auf Bochums Schlüsselfigur im Tor, Patrick Drewes, geschleudert, wodurch dieser eine leichte Schädelprellung erlitt. In der Folge war er eine Woche lang arbeitsunfähig.

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Die Partie wurde für über 25 Minuten unterbrochen, bevor die Spielführung Bochum einen 2:0-Sieg zuerkannte. Dank der Stadionüberwachung konnte der Täter schnell identifiziert und kurz nach dem Vorfall festgenommen werden.

Vor Gericht forderte die Staatsanwaltschaft eine zehnmonatige Bewährungsstrafe und bezeichnete die Tat als „ein absolutes No-Go – eine überschrittene rote Linie". Der Angeklagte schwieg und äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Der Richter verhängte schließlich eine sechsmonatige Bewährungsstrafe sowie ein zweijähriges Stadionverbot für die erste, zweite und dritte Liga sowie die Regionalliga.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Bewährungsstrafe bedeutet, dass der Mann nur im Falle weiterer Straftaten ins Gefängnis muss. Zudem darf er zwei Jahre lang keine Spiele in mehreren deutschen Ligen besuchen. Der Fall unterstreicht die Konsequenzen gewalttätigen Verhaltens in Fußballstadien.

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