02 May 2026, 06:29

Ex-Politiker fordern Kurswechsel gegen Trumps konfrontative Außenpolitik gegenüber Europa

Eine Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute veranschaulicht, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Ex-Politiker fordern Kurswechsel gegen Trumps konfrontative Außenpolitik gegenüber Europa

Zwei ehemalige Spitzenpolitiker fordern einen Kurswechsel in der US-Politik, um der Außenpolitik Donald Trumps entgegenzuwirken. Christoph Heusgen, ehemaliger Berater von Angela Merkel, und Philip Murphy, früherer US-Botschafter, kritisieren, dass Trump Europa wie einen Gegner behandle. Ihre Warnungen verbinden sich mit Appellen an eine stärkere demokratische Kontrolle in Washington, um die transatlantischen Beziehungen wiederherzustellen.

Heusgen und Murphy verweisen auf Trumps konfrontative Haltung gegenüber Europa und stellen infrage, ob die USA weiterhin zu ihrer langjährigen Verpflichtung gegenüber der NATO stehen. Zudem werfen sie dem Präsidenten vor, demokratische Kontrollmechanismen auszuhebeln, indem er die Justiz unter Druck setze und den Kongress an den Rand dränge. Solche Schritte, so ihre Argumentation, untergraben die Gewaltenteilung.

Die beiden verweisen auf wachsenden Widerstand in den USA gegen Trumps Politik, insbesondere in den Bereichen Migration und Außenbeziehungen. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 das Repräsentantenhaus – und möglicherweise sogar den Senat – zurückerobern könnten. Ein demokratischer Wahlsieg, so ihre These, würde helfen, die Beziehungen zwischen den USA und Europa neu auszurichten.

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Für die Zukunft schlagen die Autoren eine gemeinsame Initiative der USA und Deutschlands vor, um Deutschland einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat zu sichern. Zudem regen sie an, dass ein demokratischer Präsident ab 2028 die Zusammenarbeit mit der EU wiederaufbauen könnte – mit faireren Handelsbeziehungen und einer Rückkehr zu gemeinsamen rechtlichen Grundsätzen. Ihre Strategie basiert auf der Ablehnung von Einseitigkeit und betont, dass beide Nationen am meisten davon profitieren, wenn sie das internationale Recht achten.

Heusgen und Murphy betonen, dass die transatlantische Stabilität auf gegenseitigem Respekt und institutionellem Vertrauen beruht. Ohne diese Grundlage, warnen sie, riskierten beide Seiten, auf der globalen Bühne an Einfluss zu verlieren.

Der Plan der ehemaligen Politiker setzt auf demokratische Erfolge bei den kommenden Wahlen. Sollte dies gelingen, umfasst ihre Vision eine erneuerte US-EU-Partnerschaft, eine stärkere Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen und eine Rückkehr zur regelbasierten Diplomatie. Ihre Warnungen spiegeln die breiten Sorgen über Trumps langfristige Auswirkungen auf Bündnisse und demokratische Normen wider.

Quelle