31 May 2026, 00:23

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: Tausende blockieren Kraftwerke und Pipelines

Größter Rohrleitungshersteller besetzt

"Ende Gelände" legt Ruhrgebiet lahm: Tausende blockieren Kraftwerke und Pipelines

Klimaschutzaktivist:innen der antikapitalistischen Allianz Ende Gelände haben eine Welle von Protesten im Ruhrgebiet gestartet. Die Demonstrationen richten sich gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastrukturen und umfassen Aktionen an Kraftwerken, Fabriken und Pipelines. Nach Angaben der Organisator:innen beteiligten sich rund 1.500 Menschen an den koordinierten Störungen am Freitag.

In Gelsenkirchen blockierten Protestierende das Kraftwerk Scholven, das den Bau einer weiteren Gaseinheit plant. Unterdessen zogen Aktivist:innen in Hamm in Richtung Hauptbahnhof und trugen Transparente mit der Aufschrift „Energiekonzerne enteignen!“ Eine weitere Gruppe besetzte Gleisanlagen des Europipe-Werks in Mülheim an der Ruhr, dem größten Pipeline-Hersteller Europas.

Rund 200 Demonstrant:innen unterbrachen zudem den Schichtwechsel im Stahlwerk Friedrich Wilhelms Hütte, das zum Rüstungskonzern KNDS gehört. Die Bundesregierung hatte erst kürzlich Pläne bekannt gegeben, sich mit einer Milliardenbeteiligung an dem Unternehmen zu beteiligen.

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Eine für Samstag geplante Kundgebung am Kraftwerk Gersteinwerk wurde vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen verboten. Die Organisator:innen haben gegen den Beschluss Berufung eingelegt und erwägen, die Auftaktkundgebung näher an Hamm zu verlegen. Trotz des Verbots werden tausende weitere Protestierende erwartet – unterstützt von Umweltverbänden und der Aktivistin Greta Thunberg.

Die Proteste sind Teil einer breiteren Kampagne gegen fossile Energieträger in der Region. Während rechtliche Auseinandersetzungen noch laufen, zeigen sich die Organisator:innen entschlossen, weitere Aktionen durchzuführen. Die Demonstration am Samstag wird trotz des Gerichtsurteils voraussichtlich große Teilnehmer:innenzahlen verzeichnen.

Quelle