04 May 2026, 06:27

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Afghanistan-Abschiebungen fest

Detailiertes altes Deutschland-Karte mit schwarzem Rand, zeigt Straßen und Autobahnen.

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Afghanistan-Abschiebungen fest

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Entschlossenheit betont, die Grenzkontrollen trotz eines jüngsten Rückgangs der Migrationszahlen aufrechtzuerhalten. Zudem verteidigte er die Entscheidung der Regierung, Abschiebungen nach Afghanistan fortzusetzen – auch im Fall von Schwerverbrechern wie Vergewaltigern und Mördern.

Dobrindts Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Debatten über Migrationspolitik und Sozialreformen vor einem anstehenden Koalitionstreffen an Schärfe gewinnen. Kritik an der Abschiebepraxis wies der Minister zurück und argumentierte, die Abschiebung gefährlicher Straftäter sei für die Sicherheit Deutschlands unverzichtbar. Gleichzeitig räumte er ein, dass Verhandlungen mit Vertretern der Taliban notwendig seien, um die Abschiebungen durchzuführen. Die Grenzkontrollen würden indes beibehalten, wie er betonte – bereits 8.000 Haftbefehle seien an den Grenzen vollstreckt worden.

Der Minister rief zudem zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien auf. Statt sich in rhetorischen Grabenkämpfen zu verlieren, sollten sie unterschiedliche Vorschläge einbringen und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Seine Worte waren auch als indirekte Reaktion auf die Kritik von SPD-Chefin Bärbel Bas zu verstehen, die Kürzungen im Sozialbereich als „unmenschlich und zynisch“ bezeichnet hatte. Dobrindt warnte davor, sachpolitische Debatten in Wortgefechte abgleiten zu lassen.

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Obwohl die Bundesregierung langfristig eine Reform des europäischen Migrationssystems und eine schrittweise Abschaffung der Grenzkontrollen anstrebt, machte Dobrindt deutlich, dass solche Änderungen nicht unmittelbar bevorstehen. Auch Arbeitsmarktreformen stehen auf der Agenda des nächsten Koalitionsausschusses und verstärken den Druck, in zentralen Politikfeldern Fortschritte zu erzielen.

Die Haltung der Regierung in Sachen Grenzschutz und Abschiebungen bleibt vorerst unnachgiebig. Mit 8.000 Festnahmen an den Grenzen und laufenden Gesprächen mit den Taliban ist die Politik bereits in die Tat umgesetzt. Parallel dazu werden die Diskussionen über Sozial- und Arbeitsmarktreformen weitergehen, während die Koalitionspartner nach Kompromissen in den zentralen Fragen suchen.

Quelle