DGB attackiert Reformpläne: "Arbeitnehmer werden unzumutbar belastet"
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die jüngsten Reformvorschläge von CDU/CSU und SPD scharf kritisiert. In einem Entwurfsbeschluss warnt die Organisation, dass Arbeitnehmer:innen unzumutbar belastet würden, während sich Unternehmen ihrer Verantwortung entzögen. Zudem wirft der DGB der Bundesregierung vor, durch interne Streitigkeiten handlungsunfähig zu sein.
Die Resolution des DGB richtet sich gegen mehrere umstrittene Maßnahmen. Darin heißt es, dass temporäre Entlastungsmaßnahmen wie die einmalige Prämie von 1.000 Euro oder der Tankrabatt kaum auf breite Zustimmung gestoßen seien. Stattdessen kritisiert die Gewerkschaft, dass diese Schritte grundlegende strukturelle Probleme nicht lösten.
Besonders vehement lehnt der DGB Kürzungen bei der gesetzlichen Rente sowie weitere Anhebungen des Renteneintrittsalters ab. Auch Pläne, den Kündigungsschutz zu schwächen oder Ansprüche auf Teilzeitarbeit zu beschneiden, werden zurückgewiesen. Zudem warnt der Verband vor einem Rückbau des Acht-Stunden-Tags oder der Abschaffung gesetzlicher Feiertage.
Im Gesundheitsbereich verweist die Resolution auf eine Schieflage, bei der Versicherte übermäßig finanziell belastet würden. Der DGB spricht sich zudem gegen die Einführung einer teilweisen Krankschreibung aus – mit der Begründung, dies könnte Beschäftigte dazu drängen, trotz Krankheit zu arbeiten. Die Gewerkschaft betont, dass viele Unternehmen ihren fairen Beitrag zu Sozialreformen nicht leisteten.
Die Haltung des DGB spiegelt wachsende Sorgen über die ungleiche wirtschaftliche Belastung von Arbeitnehmer:innen wider. Die Warnungen umfassen Renten, Arbeitszeiten, Gesundheitskosten und Jobsecurity. Mit seiner Kritik setzt der Verband die Politik nun unter Zugzwang, die geplanten Reformen zu überdenken.






