Denzlingen führt 2026 erweiterte Ganztagsbetreuung für Grundschüler ein
Delia CasparDenzlingen führt 2026 erweiterte Ganztagsbetreuung für Grundschüler ein
Denzlingen bereitet sich darauf vor, im Rahmen des bundesweiten Ganztagsförderungsgesetzes eine ganztägige Betreuung für Grundschulkinder einzuführen. Der Gemeinderat wird am 12. Mai 2026 über die Änderungen abstimmen. Statt eine vollwertige Ganztagsschule einzurichten, setzt die Kommune auf eine Kooperation mit dem örtlichen AWO-Verband, um eine erweiterte Betreuung anzubieten.
Das neue System startet mit den Erstklässlern und sieht eine tägliche Betreuung von bis zu acht Stunden von Montag bis Freitag vor. Die Kernzeiten liegen zwischen 7:30 Uhr und 13:00 oder 13:30 Uhr, die Nachmittagsbetreuung wird bis 15:30 oder 17:00 Uhr angeboten. In den Schulferien steht die Kinderbetreuung von 7:30 Uhr bis 15:30 Uhr im Hort an der Stuttgarter Straße zur Verfügung.
Schulen dürfen künftig maximal 20 Tage pro Schuljahr schließen. Das Programm verbindet schulische Betreuung mit außerschulischer Förderung, die genauen Gebühren stehen jedoch noch nicht fest. Die endgültigen Kosten für Eltern hängen von der Förderung des Landes Baden-Württemberg ab.
Die Entscheidung folgt einer bundesweiten Initiative, die Betreuungsmöglichkeiten für berufstätige Familien ausbauen soll. Denzlingen setzt dabei nicht auf ein klassisches Ganztagsschulmodell, sondern auf eine Partnerschaft mit der AWO, um die geforderten Leistungen zu erbringen.
Die Abstimmung des Gemeinderats im Mai 2026 wird die Pläne finalisieren, wobei die erste Phase die Erstklässler umfasst. Nach der Genehmigung bietet das Konzept eine strukturierte Betreuung vor, während und nach dem Unterricht. Die genauen Gebühren richten sich nach der Landesförderung und den lokalen Haushaltsentscheidungen.






