Chicks on Speed: Wie ein Münchner Kollektiv die Kunstwelt revolutioniert
Suse RädelChicks on Speed: Wie ein Münchner Kollektiv die Kunstwelt revolutioniert
Das Kunstkollektiv Chicks on Speed prägt die deutsche Kultur seit seiner Gründung in München im Jahr 1997. Initiiert von Alex Murray-Leslie, Melissa E. Logan und Kiki Moorse, erlangte die Gruppe schnell Anerkennung für ihren mutigen, multidisziplinären Ansatz. Ihr Einfluss erstreckt sich von der Musik bis zur bildenden Kunst und wird von Kritikern wie Fans gleichermaßen gefeiert.
In den späten 1990er-Jahren sorgte Chicks on Speed erstmals für Furore, indem es Musik, Performance und visuelle Kunst verschmolz. Um die Jahrtausendwende kürte das New Musical Express (NME) die Gruppe zu einem der spannendsten Acts Deutschlands – neben Künstler:innen wie Mina. Ihre Interpretation von Malaria!' Kaltes klares Wasser festigte zudem ihre Verbindung zur Berliner Experimentalszene.
Ihr Schaffen umfasst ein breites Spektrum an Medien – von Malerei und Skulptur über Filme, Textilkunst bis hin zu Body-Art. Doch die Gruppe beschränkt sich nicht auf das künstlerische Gestalten: Sie betreibt auch künstlerische Forschung, veranstaltet Workshops und erweitert so ihren Einfluss über Galerien und Bühnen hinaus.
Die aktuelle Ausstellung Utopia – Chicks on Speed & Collaborators ist noch bis zum 1. März 2026 in der Kunstvilla Constantin von Mitschke-Collande und der Villa Stuck in Nürnberg zu sehen. Die Schau spiegelt ihre langjährige Rolle in internationalen Kunstkreisen wider und präsentiert ihre markante stilistische Vielfalt.
Das Erbe des Kollektivs wächst weiter – geprägt von furchtloser Experimentierfreude und einem breiten kreativen Output. Durch Ausstellungen, Performances und Bildungsprojekte sichern sie sich einen festen Platz in der deutschen Kulturgeschichte. Die laufende Nürnberger Ausstellung ist nur das jüngste Beispiel für ihren anhaltenden Einfluss.






