24 May 2026, 08:28

Cecilia Bartoli bezaubert in der opulenten Neuinszenierung von Die Reise zum Mond

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine total übertriebene, aufgewühlte Revue

Cecilia Bartoli bezaubert in der opulenten Neuinszenierung von Die Reise zum Mond

Eine atemberaubende Wiederauferstehung von Die Reise zum Mond

Eine glanzvolle Neuinszenierung von Le Voyage dans la Lune – einer Opera buffa aus dem Jahr 1825, die anlässlich der Krönung von König Karl X. entstanden war – hat das Publikum mit ihrer opulenten Bühnengestaltung verzaubert. Cecilia Bartolis feurige Darstellung der Corinna stand im Mittelpunkt und vereinte koloraturreiche Gesangsbrillanz mit schauspielerischem Temperament in einer prunkvollen Produktion, die in einem französischen Provinzhotel angesiedelt ist.

Die Handlung der Oper entfaltet sich im Goldenen Lilie, einem noblen Hotel, in dem sich die Gäste aus der High Society in absurde Abenteuer verstricken. Rufus Didwiszus entwarf die filigranen Bühnenbilder, zu denen ein Foyer, ein Flur und ein Speisesaal gehören, die sich nahtlos zwischen den Szenen verwandeln. Victoria Behrs üppige Kostüme steuerten zusätzlich zum Spektakel bei und kleideten das Ensemble in verspielt-überladene Stile.

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Auf der Bühne bot das 14-köpfige Ensemble nicht nur gesangliche Höchstleistungen, sondern auch akrobatische Kunststücke: Die Sänger sprangen und purzelten mit Präzision durch die Arien. Die Aufführung steigerte sich in dramatischen Höhenflügen – es wurden Pistolen abgefeuert, und an einer Stelle geriet sogar eine Harfe in Flammen. Gianluca Capuano dirigierte Les Musiciens du Prince-Monaco, die auf historischen Instrumenten spielten und damit die spielerische Energie der Oper perfekt einfingen.

Bartolis Interpretation der Corinna wurde zum Höhepunkt des Abends – ihre Stimme meisterte die rasanten Koloraturpassagen mit Bravour. Das Publikum belohnte die Darstellung mit stehenden Ovationen und krönte damit einen Abend voller musikalischer und visueller Extravaganz.

Der Erfolg der Produktion beruhte auf der mutigen Inszenierung und der unermüdlichen Energie des Ensembles. Mit einer Mischung aus Akrobatik, Pyrotechnik und historisch authentischer Musik erwies sich Die Reise zum Mond als Triumph – sowohl als historische Wiederbelebung als auch als mitreißendes Spektakel.

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