21 March 2026, 14:30

Bürgerbeteiligung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet im September

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" verkündet und für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Bürgerbeteiligung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet im September

Bürgerbeteiligung zur Wärmewende in Baden-Württemberg startet am 17. September

Ein neues partizipatives Rechercheprojekt zur Wärmewende in Baden-Württemberg geht am 17. September an den Start. Die Initiative, geleitet von SWR und CORRECTIV, will die Erfahrungen und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen sammeln. Angesichts der Schwierigkeiten vieler Kommunen, ihre Klimaziele zu erreichen, untersucht das Projekt, wie sich der Wandel auf den Alltag und die Haushaltskosten auswirkt.

Derzeit deckt das Land über 73 Prozent seines Wärmebedarfs mit Öl und Gas. Um bis 2040 klimaneutral zu werden, muss dieser Anteil auf null sinken. Doch eine aktuelle Analyse von SWR und CORRECTIV zeigt: 90 Prozent der befragten Gemeinden sehen finanzielle Engpässe als größtes Hindernis. 66 Prozent klagen über Personalmangel, während 88 Prozent klarere rechtliche Rahmenbedingungen für die Planung fordern.

Als Reaktion hat die Landesregierung ihr Programm "Klimaschutz-Plus für Kommunen" erneuert. Teil 1 bietet einen Landeszuschuss für energetische Sanierungen in öffentlichen Gebäuden, darunter Schulen. Teil 2 fördert strategische Maßnahmen wie Treibhausgasbilanzierung, Energiemanagement und Bürgerkommunikation – die Mittel werden nach dem Windhundprinzip vergeben. Die Maßnahmen sind Teil des "Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes (KlimaG BW)", das im Februar 2023 in Kraft trat.

Ab dem 17. September können Bürgerinnen und Bürger ihre Perspektiven über die Plattform CrowdNewsroom einbringen. Eine Online-Umfrage unter dem Titel "Druck im System: Wie betrifft mich die Wärmewende?" sammelt persönliche Erfahrungen. Die Frage "Wie heizen Sie Ihr Zuhause?" soll zudem Diskussionen anregen.

Von Oktober bis November öffnen in Stuttgart, Vaihingen an der Enz und Lörrach Pop-up-Studios, in denen Dialoge mit Journalisten, Fachleuten und lokalen Verantwortlichen stattfinden. Ziel ist es, Informationen zu vermitteln, Bedenken aufzugreifen und die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den anstehenden Herausforderungen zu stärken.

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Die Recherche wird die Kluft zwischen Klimazielen und der Realität vor Ort aufzeigen. Angesichts anhaltender Finanzierungslücken und bürokratischer Hürden könnten die Ergebnisse künftige Unterstützungsangebote für Kommunen prägen. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger helfen dabei, die Kosten und konkreten Schritte für eine fossilefreie Wärmeversorgung bis 2040 zu klären.

Quelle