31 May 2026, 02:25

Bremer Immobilienfirma zahlt 1,9 Mio. Euro Strafe für illegale Datensammlung

Eine Strafe von fast zwei Millionen Euro gegen BREBAU verhängt

Bremer Immobilienfirma zahlt 1,9 Mio. Euro Strafe für illegale Datensammlung

Immobilienverwaltungsfirma in Bremen mit 1,9 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Verarbeitung sensibler Personendaten belegt

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die BREBAU GmbH mit Sitz in Bremen wurde zu einer Geldbuße von 1,9 Millionen Euro verurteilt, nachdem das Unternehmen illegal hochsensible Personendaten von über 9.500 potenziellen Mietern ohne rechtliche Grundlage gesammelt und gespeichert hatte. Der Fall offenbart schwere Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Das Unternehmen hatte äußerst persönliche Angaben erfasst, darunter Hautfarbe, ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung und Gesundheitsdaten. In mehr als der Hälfte der dokumentierten Fälle handelte es sich um diese besonderen Kategorien von Daten, die nach der DSGVO einem besonderen Schutz unterliegen. Noch ungewöhnlicher war, dass die BREBAU auch irrelevante Merkmale wie Frisuren, Körpergeruch und persönliches Auftreten festhielt – Faktoren, die in keinem Zusammenhang mit Mietverträgen stehen.

Dr. Imke Sommer, die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, betonte, dass die DSGVO die Verarbeitung solcher sensiblen Daten nur in seltenen Ausnahmefällen zulässt. Zudem habe das Unternehmen Anträge von Betroffenen auf Transparenz über die Nutzung ihrer Daten behindert.

Während der Ermittlungen arbeitete die BREBAU mit den Behörden zusammen, führte eine interne Prüfung durch und ergriff Maßnahmen, um weitere Verstöße zu verhindern. Diese Kooperation milderte die Höhe der Strafe. Die zuständigen Stellen wiesen jedoch darauf hin, dass das Bußgeld aufgrund der Schwere der Rechtsverletzungen ursprünglich noch höher hätte ausfallen können.

Ein zentrales Ziel der DSGVO besteht darin, Diskriminierung zu verhindern, indem die Erhebung sensibler Personendaten eingeschränkt wird. Im vorliegenden Fall untergrub das Vorgehen des Unternehmens genau diese Schutzmechanismen.

Die Strafe in Höhe von 1,9 Millionen Euro dient als deutliche Warnung an alle Organisationen, die mit Personendaten umgehen. Die BREBAU GmbH ist nun verpflichtet, die vollständige Einhaltung der DSGVO-Bestimmungen sicherzustellen. Der Fall unterstreicht zudem die Bedeutung eines wirksamen Schutzes sensibler Informationen, um Missbrauch und Diskriminierung zu verhindern.

Quelle