Bielefelds Polizei startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Delia CasparBielefelds Polizei startet Großoffensive für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern
Die Polizei Bielefeld hat eine neue Kampagne gestartet, um die Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern zu verbessern. Die Initiative mit dem Namen "Sicher.Mobil.Leben – Zwei Räder im Fokus" folgt auf einen deutlichen Anstieg der Verletzungen unter ungeschützten Verkehrsteilnehmern im vergangenen Jahr. Beamte werden die Kontrollen verstärken und Aufklärungsmaßnahmen ausbauen, um Unfälle zu verringern und Menschenleben zu retten.
Im Jahr 2025 waren über die Hälfte aller Verkehrsverletzungen ungeschützte Verkehrsteilnehmer betroffen – ihr Anteil stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,3 Prozent. Besonders Kinder und Jugendliche zählten zu den verletzten Radfahrern, während sich die Zahl der E-Scooter-Unfälle um 82,35 Prozent erhöhte, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Viele Vorfälle ereigneten sich, weil Autofahrer Radfahrer oder E-Scooter-Nutzer übersehen hatten, insbesondere im toten Winkel.
Die Polizei wird ihre Streifen vor allem in der Nähe von Schulen, Kindergärten und bekannten Unfallschwerpunkten zwischen 7:00 und 20:00 Uhr konzentrieren. Dabei achten die Beamten auf die Einhaltung von Sicherheitsabständen, korrektes Abbiegen, die vorgeschriebene Ausstattung sowie regelkonformes Verhalten der Zweiradnutzer. Besonders im Visier stehen riskante Verhaltensweisen wie das Fahren in gesperrten Bereichen, das Missachten von Ampeln oder die Nutzung von Smartphones und Kopfhörern während der Fahrt.
Langfristiges Ziel der Kampagne ist die "Vision Zero" – eine Strategie, um Todesfälle und schwere Verletzungen im Straßenverkehr drastisch zu reduzieren. Um dies zu erreichen, betont die Polizei die Notwendigkeit eines besseren Bewusstseins und gegenseitigen Respekts unter allen Verkehrsteilnehmern. Ein zentraler Baustein ist die Aufklärung: Sowohl Autofahrer als auch Zweiradnutzer sollen lernen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und sicher zu reagieren.
Die verstärkten Kontrollen und Öffentlichkeitsarbeit werden das ganze Jahr über fortgesetzt. Durch die gezielte Fokussierung auf Risikobereiche und -verhalten hoffen die Behörden, die Unfallzahlen bei Radfahrern und E-Scooter-Nutzern zu senken. Die Kampagne ruft zudem alle Verkehrsteilnehmer dazu auf, wachsam zu bleiben und die Straße verantwortungsvoll zu teilen.






