Bechtle bremst Wachstumsprognose wegen Chip-Knappheit und sinkender Gewinne
Delia CasparKnappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle bremst Wachstumsprognose wegen Chip-Knappheit und sinkender Gewinne
Bechtle meldet gemischte Geschäftszahlen für 2025
Der IT-Dienstleister Bechtle mit Sitz in Neckarsulm hat für das Jahr 2025 durchwachsene Finanzkennziffern vorgelegt. Zwar stieg das Gesamtgeschäftsvolumen um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro, doch der Umsatz legte nur knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu, während der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurückging. Das Unternehmen sieht sich nun mit Herausforderungen durch anhaltende Lieferengpässe bei Speicherchips konfrontiert, die die Prognose für 2026 belasten.
Bechtle ist spezialisiert auf die Belieferung von Behörden und gewerblichen Kunden mit PCs und Netzwerkhardware. 2025 erreichte das Gesamtgeschäftsvolumen 8,6 Milliarden Euro – ein Plus von mehr als 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz wuchs jedoch nur moderat um knapp 2 Prozent, während der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro sank.
Langfristig peilt das Unternehmen bis 2030 ein Gesamtgeschäftsvolumen von 10 Milliarden Euro an, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von knapp 4 Prozent entspricht. Für 2026 rechnet Bechtle allerdings nur mit einem Umsatz- und Vorsteuergewinnzuwachs von 0 bis 5 Prozent – begründet mit anhaltenden Lieferbeschränkungen bei Speicherchips als zentralem Faktor.
Die Nachfrage nach Speicherchips ist seit 2020 stark gestiegen, getrieben durch den Ausbau von KI-Anwendungen, den 5G-Ausbau, Elektrofahrzeuge und Cloud-Computing. Die Preise sind aufgrund des knappen Angebots deutlich angestiegen, insbesondere durch den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastrukturen. Vorstandschef Thomas Olemotz zeigt sich angesichts dieser Marktentwicklungen zurückhaltend bei den Gewinnprognosen für 2026.
Die angepassten Wachstumserwartungen von Bechtle für 2026 unterstreichen die Auswirkungen der Speicherchip-Knappheit auf das operative Geschäft. Zwar hält das Unternehmen am Ziel von 10 Milliarden Euro Gesamtgeschäftsvolumen bis 2030 fest, doch bleiben kurzfristige Herausforderungen bestehen. Lieferengpässe und steigende Chip-Preise werden voraussichtlich die Performance im kommenden Jahr prägen.






