Bayerns Frauen halten mit 1:1 gegen Barcelona die Champions-League-Träume lebendig
Juliane SontagBayerns Frauen halten mit 1:1 gegen Barcelona die Champions-League-Träume lebendig
Bayern Münchens Frauenmannschaft hält Champions-League-Träume mit hart erkämpftem 1:1 gegen Barcelona am Leben
Vor einer Rekordkulisse von 31.000 Zuschauern im Münchner Stadion kämpfte sich die Frauenmannschaft des FC Bayern München zu einem verdienten 1:1-Unentschieden gegen den FC Barcelona – und bewahrte damit die Hoffnung auf das Halbfinale der Champions League. Trotz zweier Platzverweise zeigte das Team eine kämpferisch starke Leistung. Trotz der Rückschläge blickt die Mannschaft optimistisch auf das Rückspiel.
Die Münchnerinnen begannen die Partie vorsichtig und mieden das offene Spiel, das im Hinspiel zu einer deutlichen 1:7-Niederlage geführt hatte. Ihre defensive Taktik zahlte sich aus: In der 69. Minute glich Franziska Kett nach Vorlage von Pernille Harder zum 1:1 aus – der verdiente Ausgleich nach Barcelonas frühem Führungstreffer.
Doch das Spiel nahm eine dramatische Wende: In der 79. Minute sah Kett nach einem Foul an Barcelonas Salma Paralluelo – sie hatte deren Zopf gezogen – die Rote Karte. Kurz darauf musste auch Trainer José Barcala den Platz verlassen, nachdem er für Proteste gegen die Schiedsrichterentscheidung den zweiten Platzverweis erhalten hatte. Trotz Unterzahl hielt Bayern bis zum Schlusspfiff stand.
Giulia Gwinn lobte im Anschluss die disziplinierte Defensive und die effektiven Konter ihres Teams. Gleichzeitig zeigte sie sich zuversichtlich für das Rückspiel. Bianca Rech, die sportliche Leiterin der Bayern-Frauen, kritisierte unterdessen Ketts Rote Karte als "unfair und unverhältnismäßig".
Mit dem Unentschieden bleibt Bayerns Traum vom ersten Champions-League-Finale weiterhin erreichbar. Gestärkt durch die rekordverdächtige Unterstützung der Fans und eine deutlich verbesserte Defensive bereitet sich die Mannschaft nun auf das Rückspiel vor. Die größte Herausforderung wird sein, den personellen Nachteil durch die Sperren zu kompensieren – ohne dabei die neu gefundene Stabilität zu verlieren.






