23 March 2026, 19:05

Baden-Württemberg will Europas militärische Eigenständigkeit stärken – mit Innovation und Fördergeldern

Eine Gruppe von Männern in Mützen mit Waffen, die in der Nähe von Industriegeräten und Rohren stehen.

Baden-Württemberg will Europas militärische Eigenständigkeit stärken – mit Innovation und Fördergeldern

Baden-Württemberg treibt Europas militärische Eigenständigkeit voran und stellt sich wachsenden Sicherheitsbedrohungen

Bei einer kürzlichen Konferenz forderten Landesvertreter mehr Widerstandsfähigkeit gegen Sabotage, Spionage und Desinformationskampagnen. Die Regierung kündigte zudem neue Fördermittel an, um Innovationen in der Sicherheits- und Verteidigungstechnologie zu stärken.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann eröffnete die Veranstaltung mit dem Appell, Europa müsse in Sachen Verteidigung autonomer werden. Starke Regionen wie Baden-Württemberg müssten seiner Ansicht nach eine Führungsrolle beim Aufbau militärischer Fähigkeiten übernehmen. Sein Ziel sei es, das Land so gut vorzubereiten, "dass es nie in die Lage kommt, kämpfen zu müssen".

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Innenminister Thomas Strobl warnte vor russischen Sabotageakten, Spionage und gezielten Desinformationskampagnen in Deutschland. Er forderte verstärkten Schutz für Wirtschaft, staatliche Einrichtungen und die Gesellschaft, um Störungen zu verhindern oder einzudämmen. Als Teil der Gegenmaßnahmen fließen im Rahmen des Förderprogramms Invest BW nun explizit Mittel in Sicherheits- und Verteidigungsprojekte – dies geht aus der aktuellen Ausschreibungsrunde hervor.

Die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte die industrielle Stärke des Landes in diesem Bereich. Baden-Württemberg sei bereits ein zentraler Standort für Sicherheit und Verteidigung mit einer breiten technologischen Basis und einer wachsenden Zahl an Start-ups. Zukunftsfelder wie Quantencomputing und Künstliche Intelligenz gewännen für die hiesige Rüstungsindustrie zunehmend an Bedeutung.

Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, hob die Rolle von Innovation für die Sicherheit hervor. Das Land habe führende Unternehmen, Forscher und Militärvertreter eingeladen, gemeinsam an neuen Lösungen zu arbeiten. Ziel sei es, das Know-how Baden-Württembergs in konkrete Fortschritte für Verteidigung und Resilienz umzumünzen.

Die Landesregierung setzt auf Fördergelder und Partnerschaften, um den Verteidigungssektor auszubauen. Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich bis Juli 2025 mit Projektvorschlägen im Rahmen von Invest BW bewerben. Wie viele Anträge erwartet werden, teilten die Behörden noch nicht mit.

Quelle