Baden-Württemberg stärkt Handelsbeziehungen zu Indien mit Fokus auf Maschinenbau und Medizintechnik
Suse RädelBaden-Württemberg stärkt Handelsbeziehungen zu Indien mit Fokus auf Maschinenbau und Medizintechnik
Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut reist mit Delegation nach Indien, um Handelsbeziehungen auszubauen
Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, baden-württembergische Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat eine mehrtägige Delegationsreise nach Indien angetreten. Ziel der Visite ist die Vertiefung der Handelsbeziehungen, mit besonderem Fokus auf den Maschinenbau und die Medizintechnik. Gleichzeitig hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die EU aufgefordert, die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit dem Land zu beschleunigen.
Der bilaterale Handel zwischen Baden-Württemberg und Indien erreichte 2023 ein Volumen von 4,267 Milliarden Euro. Das Land exportierte Waren im Wert von rund 2,430 Milliarden Euro nach Indien und ist damit der 22-größte Absatzmarkt für baden-württembergische Unternehmen. Spitzenreiter bei den Exporten war der Maschinenbau mit 920 Millionen Euro, gefolgt von Datenverarbeitungsgeräten, Elektronik und optischen Erzeugnissen (326 Millionen Euro) sowie Elektrotechnik (244 Millionen Euro). Die Importe aus Indien nach Baden-Württemberg beliefen sich auf 1,837 Milliarden Euro, womit das Land auf Platz 25 der wichtigsten Bezugsquellen liegt.
Während der Reise wird Hoffmeister-Kraut am 4. Februar 2025 mit Shobha Karandlaje, Indiens Staatsministerin für Arbeit und Beschäftigung, zusammentreffen. Neben wirtschaftlichen Themen stehen auch politische Abstimmungen auf der Agenda. Zudem besucht die Delegation Bharat Forge, einen global führenden Hersteller von hochfesten Schmiedeteilen mit Sitz in Pune.
Das familiengeführte Unternehmen Marquardt aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf Mechatronik, betreibt bereits ein Entwicklungszentrum in Pune. Dort werden vor allem Lösungen für die E-Mobilität entwickelt – ein Zeichen für die wachsende Zusammenarbeit in der hochtechnologischen Fertigung.
Die Delegationsreise unterstreicht das Bestreben Baden-Württembergs, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Indien weiter zu intensivieren. Maschinenbau und Medizintechnik bleiben zentrale Kooperationsfelder. Die Gespräche am 4. Februar sollen zudem die politische Abstimmung zwischen den beiden Regionen vertiefen.






