Baden-Württemberg geht mit konex direkt auf Extremisten zu – freiwillige Ausstiegsberatung für alle
Suse RädelBaden-Württemberg geht mit konex direkt auf Extremisten zu – freiwillige Ausstiegsberatung für alle
Spezialisierte Deradikalisierungsinitiative in Baden-Württemberg geht direkt auf Extremisten zu
Das auf Deradikalisierung spezialisierte Programm konex in Baden-Württemberg wendet sich nun gezielt an Personen, die in extremistischen Milieus aktiv sind. Die Initiative bietet kostenlose und freiwillige Unterstützung für alle, die sich von extremistischen Ideologien lösen möchten. Kürzlich führten die Teams im Rahmen der landesweiten Bemühungen gegen politische und religiöse Extremismusformen Hausbesuche in Stuttgart durch.
Seit dem 1. Januar 2025 ist konex dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Baden-Württemberg (SAT BW) zugeordnet, einer Abteilung des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA BW). Ursprünglich auf islamistischen Extremismus ausgerichtet, deckt das Programm mittlerweile sämtliche politisch oder religiös motivierte Extremismusbestrebungen ab. Sein Ansatz verbindet professionelle Beratung mit interdisziplinärem Fachwissen und arbeitet eng mit zivilgesellschaftlichen Partnern zusammen, um individuelle Ausstiegsstrategien zu entwickeln.
Am 8. und 9. April 2025 besuchten Polizeibeamte und konex-Mitarbeiter in Stuttgart Personen mit Bezügen zur rechtsextremen Szene. Ziel der Gespräche war es, maßgeschneiderte Hilfsangebote für den Ausstieg aus extremistischen Kreisen und die Wiedereingliederung in die demokratische Gesellschaft zu unterbreiten. Wie Polizepräsident Markus Eisenbraun mitteilte, sollen solche Präventionsbesuche im Laufe des Jahres flächendeckend in Baden-Württemberg fortgesetzt werden.
Der Service ist vollständig kostenlos und basiert auf absoluter Freiwilligkeit. konex legt Wert auf Respekt vor den individuellen Bedürfnissen der Ratsuchenden und begleitet sie bei der Hinwendung zu demokratischen Werten. Andreas Taube, Leitender Kriminaldirektor und Chef des SAT BW, bezeichnete die Beratung als "zentrales Instrument der Extremismusprävention". Betroffene können sich per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch an Werktagen zwischen 9 und 18 Uhr an konex wenden.
Mit den direkten Ansprachen setzt das Programm ein proaktives Zeichen in der Deradikalisierungsarbeit der Region. Weitere Besuche in ganz Baden-Württemberg sind geplant; konex steht allen offen, die sich von extremistischen Ideologien distanzieren möchten. Wie viele Personen 2025 bereits kontaktiert wurden, gaben die Behörden nicht bekannt.






