Baden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit neuem Brache-Programm ab 2027
Cetin GeißlerBaden-Württemberg fördert nachhaltigen Weinbau mit neuem Brache-Programm ab 2027
Baden-Württemberg führt neue Fördermaßnahme für nachhaltigen Weinbau ein
Ab 2027 startet das Land Baden-Württemberg mit dem Programm "Brache im Wechsel in der Weinbau" (E16) eine neue Förderinitiative, die Winzer:innen finanziell unterstützt, Böden zu regenerieren und die biologische Vielfalt zu stärken. Die Maßnahme ist Teil der umfassenderen Änderungen im Rahmen der GAP-Förderperiode 2023–2027.
Ziel des Programms sind gerodete Weinbergflächen, die vorübergehend aus der Produktion genommen wurden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Flächen über eine ursprüngliche Pflanzerlaubnis für den Weinbau verfügen. Grundbesitzer:innen müssen ihre Teilnahmeabsicht bis zum 31. Mai des Antragsjahres anmelden.
Die Brachflächen müssen mit einer vorgeschriebenen mehrjährigen Blühmischung (M3+) in einer Aussaatdichte von 10–12 Kilogramm pro Hektar angelegt werden. Die Aussaat kann entweder bis zum 15. Mai des Antragsjahres oder im Spätsommer bzw. Herbst des Vorjahres erfolgen. Die Anträge werden über das FIONA-System im Rahmen des Mehrfachantrags gestellt, die endgültige Frist endet am 15. Mai 2027.
Die Förderung beträgt 2.500 Euro pro Hektar, wobei jeder Betrieb maximal drei Hektar fördern lassen kann. Das Programm ist Teil des überarbeiteten FAKT-II-Programms, das weitere Anpassungen im aktuellen GAP-Förderzeitraum vorsieht.
Mit der neuen Maßnahme sollen Weinberge bei der Bodenregeneration unterstützt und gleichzeitig die ökologische Vielfalt gefördert werden. Berechtigte Winzer:innen erhalten finanzielle Hilfe für die Umwandlung von Flächen in Wechselbrachen. Die Initiative steht im Zeichen der Bestrebungen, den Weinbau in der Region zukunftsfähig und moderner zu gestalten.






