Autobranche im Umbruch: Warum Tausende Autohäuser vor dem Aus stehen
Burkhard Weller, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), warnt vor tiefgreifenden Umbrüchen in der Automobilbranche. Er prognostiziert einen drastischen Rückgang der Autohäuser und unabhängigen Betreiber, da die Elektrifizierung die Branche grundlegend verändert. Gleichzeitig fordert er klarere Regelungen bei den Fördergeldern für Elektrofahrzeuge, um die kämpfenden Unternehmen zu unterstützen.
Weller erwartet, dass die Zahl der Autohaus-Standorte auf unter 12.000 sinkt und weniger als 3.000 unabhängige Inhaber übrig bleiben. Branchenkonsolidierung und der Umstieg auf Elektroautos treiben diesen Wandel voran. Zudem warnt er, dass der Aftersales-Bereich vor einer Krise steht: Die Serviceumsätze könnten sich halbieren, da Elektroautos weniger verschleißanfällig sind.
Der ZDK-Präsident fordert, die Förderungen rückwirkend ab dem 1. Januar zu gewähren – auch für junge Gebrauchtwagen. Er betont, wie wichtig ein einfacher, bürokratiearmer Prozess ist, der sich nahtlos in den Verkaufsalltag integrieren lässt. Weller ist überzeugt, dass Politiker besser reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen, statt über Mittelsmänner zu kommunizieren.
Um zu überleben, müssen Händler ihre Geschäftsmodelle grundlegend überdenken. Weller ist sicher, dass die Branche eine eigenständige politische Stimme braucht, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern.
Die Automobilbranche steht vor weniger Autohäusern und einem schrumpfenden Servicemarkt. Wellers Forderung nach vereinfachten Förderungen und einer stärkeren politischen Vertretung soll den Wandel erleichtern. Ohne Anpassungen könnten viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich in der elektrischen Zukunft zu behaupten.






