08 June 2026, 08:25

30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt sichere Radwege für jeden Tag

30.000 Menschen bei Fahrrad-Demonstration

30.000 Radfahrer fordern bei Berliner Sternfahrt sichere Radwege für jeden Tag

Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer zogen am Wochenende durch die Straßen Berlins – beim diesjährigen Sternfahrt, einer jährlichen Demonstrationsfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Für die Aktion wurden zeitweise Straßen gesperrt, Autofahrer auf Umleitungen verwiesen, während die Radlerinnen und Radler sich Platz auf Hauptverkehrsadern erkämpften, darunter auch Autobahnen.

Die Sternfahrt ist seit Jahrzehnten eine feste Tradition des ADFC, mit der die Organisation seit langem für bessere Bedingungen im Radverkehr kämpft. In diesem Jahr strömten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brandenburg und dem Berliner Umland zusammen, folgten rund 20 verschiedenen Routen und trafen sich am Großen Stern mit dem Siegessäule-Denkmal.

Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin beim ADFC Berlin, betonte die wachsende Nachfrage nach sicherer Radinfrastruktur. Viele Menschen wollten zwar Rad fahren, sähen sich aber durch mangelhafte Wege gezwungen, gefährliche Strecken zu nutzen, so Alber. Sie forderte Verkehrspolitiker auf, die Bedürfnisse von Radfahrenden endlich vorrangig zu behandeln – mit Investitionen in geschützte Radwege statt Kürzungen im Haushalt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die zentrale Botschaft der Demonstration war klar: Radfahren muss jeden Tag sicher und komfortabel sein, nicht nur bei organisierten Events. Alber unterstrich, dass die temporären Straßensperrungen für die Sternfahrt symbolisch seien – das eigentliche Ziel seien dauerhafte, gut finanzierte Radverkehrsanlagen.

Die große Beteiligung zeigte, wie stark der öffentliche Rückhalt für bessere Radbedingungen ist. Mit Umleitungen und Sperrungen setzte die Sternfahrt ein deutliches Zeichen: Radfahrende brauchen ganzjährig sichere, eigene Routen. Der ADFC bleibt weiter auf die Behörden einwirken, um langfristige Verbesserungen für das Berliner Radwegenetz durchzusetzen.

Quelle